PTG - Tennis in Preetz
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UNSER VEREIN

Preetzer Tennisgesellschaft von 1906 e.V.

Preetzer Tennisgesellschaft

Unser Verein

Die Preetzer Tennisgesellschaft v. 1906 e.V. gehört mit ihrer über 110-jährigen Vereinsgeschichte zu den „alten Damen" im Tennisverband Schleswig-Holstein. Und seit über 110 Jahren stehen bei uns die Freude am Tennisspielen und die Gemeinschaft im Vordergrund. So finden sich bei uns überwiegend Hobby-Spieler, doch auch bei Punktspielen in allen Altersklassen zeigen unsere Mitglieder ihr Können.
Jugendarbeit wird bei uns groß geschrieben und mit zahlreichen Angeboten und regelmäßigen Aktionen wie dem Tenniscamp in den Sommerferien unterstützt.
Neumitglieder, die übrigens keine Aufnahmegebühr zahlen, finden problemlos Anschluss und werden schnell in das Vereinsleben integriert.
Derzeit haben wir ca. 250 Mitglieder, davon ca. 75 Jugendliche.

Unsere Anlage

Unsere herrliche Tennis-Anlage ist jährlich Schauplatz von Kreis-, Bezirks- und Stadt-Meisterschaften, regelmäßigen Punktspielen aller Spielklassen und Freundschaftsspielen mit Vereinen aus dem ganzen Land.
Neben sieben gepflegten Sandplätzen befindet sich auf unserem Gelände eine Tennishalle mit zwei Plätzen und ein großzügiges Clubheim mit sonniger Außenterrasse, auf der man dem Treiben auf den Plätzen gemütlich zusehen kann.
Das Clubheim kann für private Feiern gemietet werden und bietet neben viel Platz eine lärm-tolerante Umgebung.

Unsere Beiträge

Einzelmitgliedschaft Erwachsene

200,- €

Als Zweitmitgliedschaft

90,- €

Ehepaar

315,- €

Kinder/Jugendliche bis 17 Jahre

80,- €

Als Angehörige/r

50,- €

Als Zweitmitgliedschaft

35,- €

Schüler, Studenten, Auszubildende (18 - 30 Jahre)

100,- €

Als Angehörige/r

85,- €

Als Zweitmitgliedschaft

50,- €

Passives Mitglied

35,- €

Die Zweitmitgliedschaft gilt für Mitglieder, die bereits nachweislich Vollmitglied in einem anderen Tennisverein sind.

Im ersten Jahr der Mitgliedschaft gibt es einen Einsteigerbeitrag von 50 Euro für Einzelmitglieder bzw. 100 Euro für Familien. Erst im folgenden Jahr ist der reguläre jährliche Beitrag zu zahlen.

Jedes Jahr sind für Jugendliche (10 - 17) 3 bzw. für Erwachsene 5 Stunden Arbeitsdienst zu leisten. Für jede nicht geleistete Stunde werden 9 Euro berechnet.

Unsere Geschichte

Ein Tennisplatz im Garten

Alles begann in einem Garten in der Preetzer Kirchenstraße. Es war „die gute alte Zeit" - in Deutschland herrschte politisch und wirtschaftlich Ruhe und Zufriedenheit -, als der Kaufmann August Voss in seinem Garten einen Tennisplatz anlegte.

„Wir waren jung und genossen unsere Jugend in Sorglosigkeit, ohne wirkliches politisches Interesse und hatten auf dem vor unserem Tennisplatz schon existierenden der Fabrikantenfamilie Burow ab und an auch zu den Tennisschlägern gegriffen", berichtete der Sohn Hans Voss, der erste Chronist in der langen Geschichte der Preetzer TG.

Die Gründung der PTG

1906 – noch war Tennis ein Sport der Privilegierten und Reichen, der Deutsche Tennis Bund war gerade erst vor vier Jahren mit gut 20 Vereinen und deutschlandweit gerade mal 2500 Spielern gegründet worden. Da kam der damalige Obersekundaner der Kieler Gelehrtenschule Friedrich Hüftmann nach Preetz. Hüftmann wollte Tennis aus dem Kreis der Reichen holen, statt als kurzweilige Spielerei als wirklichen Sport betreiben und für breitere Schichten zugänglich machen. Tennisspielen hatte er in Kiel gelernt, und mit seiner Begeisterung und seinen Ideen infizierte er die Familie Voss, so dass es 1906 zur Vereinsgründung der Preetzer Tennisgesellschaft kam.

Platzbau auf dem Gelände der Familie Voss

Die jungen Vereinsgründer und Gymnasiasten erbauten auf dem Vossschen Gelände mit Feuereifer einen Platz aus Ziegelsteinbruch, Koksschlacke, Chausseeschlacke und Dachlatten für die Linien, während die Mädchen ein Netz knüpften. Nur noch ein Zaun drumherum, und schon konnte der Spielbetrieb der PTG aufgenommen werden. Bereits im ersten Jahr war der Andrang auf den Tennisplatz so groß, dass ein wöchentlicher Spielplan erstellt werden musste, um allen Aktiven ein Spielrecht einzuräumen. Wer unentschuldigt beim Spiel fehlte, musste eine Geldbuße zahlen, genauso wie der, der das Vereinsabzeichen nicht trug. Turbulent wurde es im Vossschen Garten, wenn sich in den Sommerferien zu den Schülerinnen und Schülern aus Preetz die Vettern und Cousinen gesellten, die in Preetz Ferien machten. Der Monatsbeitrag betrug damals übrigens 50 Pfennig.

Kartoffeln statt Tie-Breaks

Der mit so viel Eigeninitiative und Enthusiasmus errichtete Platz im Vossschen Garten fiel dem „Steckrübenwinter 1916/17" zum Opfer. Der Tennisplatz wurde umgepflügt und mit Kartoffeln bestellt. Damit schien die Preetzer TG im zarten Alter von 10 Jahren ihr Ende gefunden zu haben, doch es kam anders. Die Tennisgesellschaft lebte nach dem 1. Weltkrieg auf dem Gelände des Schützenhofes, dem sogenannten Max-Voss-Platz am Ihlsol wieder auf. Es entstand sogar ein bescheidenes Clubhaus aus dem Umbau einer Baracke mit einem Aufenthaltsraum und zwei kleinen Umkleideräumen. Bis der nächste Krieg dem fröhlichen Treiben auf dem Tennisplatz ein Ende setzte.

Wiederbelebung nach 1945

Nach dem 2. Weltkrieg war es der Preetzer Paul Schön, der den neuen Anstoß zum Weiterleben der Preetzer TG gab. Er übernahm 1948 den Vorsitz, und als Anfang der 50er Jahre der Studienrat Herold als Jugend- und Sportwart hinzustieß, lebte auch der alte Kontakt zum Gymnasium wieder auf.
Es war auch die Zeit, als sich in Schleswig-Holstein immer mehr Tennisclubs gründeten, und die Preetzer TG pflegte enge Kontakte insbesondere mit den Kieler Vereinen TG Düsternbrook, TG Ravensberg, Kieler Hockey- und Tennisclub, Postsportverein, dem Eutiner Tennisclub und dem Tennisclub Mürwik. Die freundschaftlichen Vergleichskämpfe mit besagten Vereinen waren Höhepunkte im Vereinsleben der 50er und 60er Jahre. Noch bis in die 70er Jahre war die Preetzer TG der Spitzenverein im Kreis Plön.
Am Ihlsol wurde die Platzanlage 1972 noch mit einem neuen Clubhaus versehen, obwohl sich bereits jetzt andeutete, dass die Anlage und das Gelände wegen der Entwicklung des Tennissports in ganz Deutschland zu klein werden würde.

Die Boomzeit

Der Run auf den Tennissport erfasste auch die Stadt Preetz, so dass Planungen für einen Umzug auf ein größeres Gelände auch in Preetz unausweichlich geworden waren. Die Mitgliederzahl hatte die 200er Grenze erreicht, die Warteliste wurde länger und länger. 1976 war es endlich soweit, die Preetzer TG startete in die neue Saison am Lohmühlenweg, der Bau des neuen Clubhauses hatte sich aus finanziellen Gründen allerdings verzögert. In der darauffolgenden Saison konnte die neue schmucke Anlage mit dem Clubhaus endgültig eingeweiht werden.
Mitte der 80er Jahre erreichte Tennis mit Boris Becker und Steffi Graf Spitzenquoten im Fernsehen. Die Preetzer TG hatte über 440 Mitglieder, mehr als zwei Millionen Deutsche liefen auf 50.000 Tennisplätzen den Filzkugeln hinterher. Tennis war endgültig zum Volkssport geworden.

Tennis heute

Von den in der Spitze 2,3 Millionen Spielern in deutschen Vereinen sind heute 1,4 Millionen übrig geblieben. Und natürlich gingen auch am Lohmühlenweg die Zahlen zurück. Heute hat sich der Verein bei ca. 250 Mitgliedern stabilisiert und verzeichnet wieder eine zaghafte steigende Tendenz. Nicht zuletzt durch die engagierte Jugendarbeit gelingt es mehr und mehr, Kinder und Jugendliche für den Sport dauerhaft zu begeistern.